MobileIron und incapptic Connect automatisieren für CLAAS mobile Apps 

Industrie: Produzierende Industrie

 

 

„Für jede App werden mindestens zwei bis drei Stunden beim Handling in den verschiedenen Phasen des App-Lebenszyklus eingespart.”

Stephan Niewöhner, Project Manager Mobile Applications, bei der CLAAS KGaA mbH

MobileIron unterstützt den Landmaschinen-Hersteller CLAAS bei der automatischen Publizierung und Aktualisierung von Business-Apps mit Hilfe der „Mobile Release Automation Technology“ von Incapptic Connect. Dadurch können die Fachabteilungen die Apps ohne IT-Hilfe publizieren und aktualisieren. Die Zeit- und Kosteneinsparungen sind erheblich.

Die CLAAS Gruppe ist nicht nur eines der weltweit führenden Unternehmen bei Traktoren und Erntetechnik, sondern auch wegweisend in der Umsetzung mobiler digitaler Prozesse. Mobile Business-Apps spielen in allen Bereichen des Unternehmens eine wichtige Rolle. Mittlerweile sind fast 30 Apps im Einsatz, die weitgehend aus den verschiedenen Fachbereichen der CLAAS Gruppe heraus initiiert wurden. „Derzeit nutzen etwa 2500 User unsere wichtigsten Apps auf ihren iPhones und iPads“, sagt Stephan Niewöhner, Project Manager Mobile Applications, bei der CLAAS KGaA mbH.

Insgesamt werden innerhalb der CLAAS Gruppe rund 3000 Mobilgeräte unter der Enterprise Mobility Plattform von MobileIron verwaltet, darunter knapp 2500 iOS-Geräte, rund 500 Windows Phone 8.1-Geräte und auch einige Geräte mit Windows 10. Betreut wird die MobileIron-Plattform von CLAAS seit 2012 von dem Kölner Mobile-IT-Spezialisten EBF GmbH innerhalb seines Hosted Core-Modells. Dieses umfasst unter anderem auch 24/7 Help Desk-Services, 2nd und 3rd Level Support durch EBF-Spezialisten und Administrator-Support.

Die MobileIron-Plattform dient bei CLAAS als sicheres Fundament der mobilen Geräteflotte. Die Smartphones und Tablets sowie die darauf befindlichen Apps und die darin enthaltenen Daten werden vor unerlaubten Zugriffen geschützt und richtlinienkonform verwaltet. Darüber hinaus werden geschäftskritische Daten bei der Übertragung aus Backend-Systemen oder in das Backend sicher verschlüsselt.

Business-Apps müssen immer zur Verfügung stehen

Stephan Niewöhner betont, dass die geschäftlichen Apps für das Tagesgeschäft der internen Mitarbeiter und der Händler essenziell sind: „Unsere Apps sind keine digitale Zutat, auf die unter Umständen auch mal verzichtet werden kann, sie müssen vielmehr immer voll funktionsfähig zur Verfügung stehen.“

Das erfordert erheblichen Aufwand, der nicht mehr händisch zu bewältigen ist. Die Endnutzer haben jederzeit voll funktionsfähige Apps, wobei die Hintergrundprozesse für die Publizierung, die Aktualisierung und die Integration in die MobileIron-Plattform nur die Entwickler, die Initiatoren der Apps in den Fachabteilungen und die IT-Experten sehen.

Dr. Rafael Kobylinski, Gründer und CEO von incapptic Connect GmbH, erklärt die Herausforderungen bei dieser nur scheinbar simplen Aufgabe: „Bevor eine neue App-Version für die MobileIron-Plattform freigegeben wird, müssen Daten, wie z.B. eine Beschreibung der App, die neuesten Screenshots und die Binärdateien der App eingesammelt, und auf Korrektheit und Vollständigkeit überprüft werden. Die Binärdateien müssen mit dem Unternehmenszertifikat signiert werden. Passiert dabei nur ein einziger Fehler, funktioniert die App nicht mehr und wichtige Geschäftsprozesse werden gestört.“

Der erforderliche Zeitaufwand und die Expertise für die händische Durchführung der entsprechenden Prozesse ist groß. Entsprechend zahlreich sind die dabei möglicherweise auftretenden Fehler. Gleiches gilt auch für den Umfang und die möglichen Missverständnisse des Mailverkehrs, der in solch einem Fall zwischen externen oder internen Entwicklern, der IT-Abteilung und der jeweiligen Fachabteilung, welche die App einsetzen will, hin- und hergeht.

Fachabteilung kann Apps selbstständig publizieren

Bei CLAAS ist das händische Publizieren von mobilen Apps mittlerweile Vergangenheit. Bei dem Landmaschinen-Hersteller laufen die Erstveröffentlichung von neuen Apps, die Aktualisierung von bestehenden Apps und die Erneuerung von Unternehmens-Zertifikaten jetzt vollautomatisch auf Knopfdruck ab. Der Wust an E-Mails entfällt, ebenso sind keine Spezialkenntnisse mehr notwendig, beispielsweise für das manuelle Signieren von iOS-Apps. Die Fachabteilungen als Initiatoren und Hauptnutzer der Apps können ohne Hilfe selbst neue Apps publizieren und zum Laufen bringen sowie bestehende Apps am Laufen halten.

Hintergrund dieser App-Release-Automation ist das Produkt incapptic Connect der gleichnamigen Berliner GmbH, das entweder im Rechenzentrum des Kunden betrieben werden kann oder auch als gehostete Version.

"Mit unserer web-basierten Lösung lassen sich eigene und fremde Apps schneller, häufiger und leichter publizieren“, sagt Gründer und Geschäftsführer Rafael Kobylinski.

Und sein Kollege, Chief Customer Officer Thiemo Scherle fasst die qualitativen und quantitativen Vorteile der Lösung wie folgt zusammen: „incapptic Connect eignet sich für Tests und für die Produktion gleichermaßen. Es ist kein Entwicklungs-Know-how nötig, etwaige Korrekturschleifen mit den Entwicklern entfallen, externe Entwickler müssen nicht auf das Enterprise-Zertifikat des Unternehmens zugreifen und es gibt eine automatische Warnung vor ablaufenden Provisionierungs-Profilen und Zertifikaten; außerdem wird die jeweilige App in den App-Katalog von MobileIron automatisch hochgeladen.“

Auch externe Entwickler haben Zugriff

"Die incapptic-Software wurde für das Zusammenspiel mit der MobileIron-Plattform optimiert. Damit ist MobileIron die erste Plattform, auf deren Basis Apps automatisch publiziert und aktualisiert werden können“, sagt Rafael Kobylinski.

Stephan Niewöhner von CLAAS ergänzt: „Als ich incapptic Connect auf einer Fachkonferenz zum ersten Mal kennenlernte, war ich sofort beeindruckt und CLAAS und die incapptic Connect GmbH haben relativ bald darauf Kontakt aufgenommen. Das System als Add-on der MobileIron-Plattform war in drei Tagen implementiert“, erzählt der Project Manager Mobile Applications und gibt auch eine erste grobe Schätzung über die Kostenvorteile des Systems: „Für jede App-Aktualisierung werden zwei bis drei Stunden eingespart.“

Auf die Lösung haben nicht nur die internen Entwickler, sondern auch alle externen App-Entwickler sicheren Zugriff. Untergebracht ist die incapptic-Lösung ganz handlich auf einem Mac Mini im Rechenzentrum von CLAAS.

Stephan Niewöhner ist sich sicher, dass sich incapptic Connect für CLAAS auch dann rechnet, wenn keinerlei neue Apps zu den fast 30 existierenden hinzukommen. Allerdings sei das eine Annahme, die nichts mit der Wirklichkeit zu tun habe. „Tatsächlich ist zu erwarten, dass wir kontinuierlich neue Apps generieren. Unsere Fachabteilungen haben ja täglich neue Ideen, wie sie Geschäftsprozesse mobilisieren können.“

Die Arbeit wird also den internen und externen App-Entwicklern von CLAAS so schnell nicht ausgehen. Gerade werden in der Produktion des Landmaschinen-Spezialisten neue Apps ausgerollt.

CLAAS
Hauptvorteile:
  • Die App-Initiatoren können ohne fremde Hilfe die Apps
  • Langwierige und fehleranfällige Mail-Korrespondenz entfällt
  • Rationalisierung des gesamten Lebenszyklus von Business-Apps
  • Automatischer Upload in MobileIron Apps@Work