MobileIron-Plattform verwaltet 1200 Android-Tablets im Center for Young Professionals in Banking

Industrie: Finanzdienstleistungen und Versicherungen

 

 

„Die MobileIron-Plattform ist weltweit technologisch führend, nicht zuletzt weil sie von Anfang an für den Mobile-IT-Bereich konzipiert wurde. Sie macht das Android-Betriebssystem absolut business-tauglich, was angesichts der vielen Android-Varianten nicht gerade einfach ist.”

Dr. Alois Freidhof, Product Manager Mobile Device Services bei Swisscom

Mit mobilen Geräten und einer sicheren exklusiven Cloud-Speicherlösung für das Learning Management System (CYPnet) geht das Schweizer Center for Young Professionals in Banking einen innovativen Weg bei der Ausbildung junger Bankkaufleute. Als Enterprise Mobility Management-Plattform setzt die Ausbildungsstätte MobileIron ein, implementiert wurde die Lösung vom MobileIron-Partner Swisscom.

Pünktlich um 8 Uhr 30 werden in den Präsenzkursen des Center for Young Profes- sionals in Banking (CYP) die Dokumente in der exklusiven Cloud freigegeben und können von den Lernenden heruntergeladen, bearbeitet und gespeichert werden. Denn seit 2012 sind an dieser bankfachlichen Ausbildungsstätte der größten Schweizer Banken alle Unterlagen, Übungen, Arbeitsaufträge und Präsentationen in digitaler Form vorhanden und mit Hilfe einer speziellen App („MyCYP“) abrufbar. Ein Tablet-Computer vom Typ Samsung Galaxy 10.1 2 ersetzt die bisherige Arbeitsmappe in Papierform. Die App MyCYP regelt den Zugriff der Lernenden auf Daten und Dokumente des CYP sowie die jeweiligen persönlichen Daten. Diese sind in einem Intranet, dem CYPnet, abgelegt und erlauben Zugriff von beliebigen Geräten, beispielsweise auch vom Bankarbeitsplatz aus.

Damit die Lernenden wirklich mobil studieren können, ist das Samsung Galaxy 10.1 2 Android-Tablet mit einer DataSIM-Karte von 500 Megabyte pro Monat ausgerüstet. Der Internetzugriff ist somit auch auf dem Weg zur Arbeit oder auf dem Heimweg von der Berufsfachschule gewährleistet. Die Tablets und die DataSIM-Karte liefert der Implementierungspartner Swisscom, der als Verwaltungssystem für die Geräte und die Apps die Plattform des kalifornischen Herstellers MobileIron empfahl. „Die MobileIron-Plattform ist weltweit technologisch führend, nicht zuletzt, weil sie von Anfang an für den Mobile-IT-Bereich konzipiert wurde“, begründet Alois Freidhof, Product Manager Mobile Device Services bei Swisscom, die Empfehlung. Wichtig im Fall CYP sei darüber hinaus die Tatsache, dass die MobileIron-Plattform das Android-Betriebssystem absolut business- tauglich mache, was angesichts der vielen Android-Varianten durchaus nicht einfach sei.

Ronny Wallnöfer, Projektleiter Future Learning am CYP stellt heraus, dass die MobileIron-Plattform „auch eine Sicherheitsanwendung ist, die kontrolliert, ob nur erlaubte Apps installiert sind und die entsprechende Verstöße meldet“. Und falls einem der Studierenden das Tablet abhanden komme, sei es durch Diebstahl oder durch Verlieren, könnten die Daten und Dokumente auf dem Tablet „dank MobileIron gelöscht“ werden.

Thomas Fahrni, Leiter des Departments Verwaltung und Finanzen und Mitglied der Geschäftsleitung von CYP, erklärt die Entscheidung für den Dienstleister Swisscom:

„Wir wollten Geräte, mit denen unabhängig von Raum und Zeit in unserer Cloud gearbeitet werden kann, deshalb auch der Einsatz der 3G-Karte. Außerdem wollten wir einen Anbieter, der sowohl eine sichere PWLAN- Infrastruktur zur Verfügung stellt als auch Managed Remote Services im Mobilbereich anbietet. Swisscom war deshalb für unsere Zwecke ideal.“

Swisscom stellt als ICT-Dienstleister die folgenden Komponenten für das Ausbildungszentrum CYP bereit: Mobile Device Management System, Lifecycle und Logistik der Tablets im Mietmodell, die Public WLAN-(PWLAN) Infrastruktur (sichere Hotspots) und die 3G-DataSIM-Karte mit einem bestimmten Datenvolumen pro Monat und Teilnehmer.

„Das sind alles Standardangebote von Swisscom, die Kalkulation des Dienstleisters setzt sich dementsprechend aus diesen Komponenten zusammen“, sagt Thomas Fahrni.

Die Projektaufwände für das CYP beziffert Fahrni wie folgt: Für das Learning- Management-System und die zentrale Inhouse-App MyCYP habe man 0,73 Millionen Euro aufgewandt, die Entwicklung der Lerninhalte habe 0,57 Millionen Euro gekostet und für den laufenden Betrieb fielen jährlich 440 Personentage an, was umgerechnet etwa 0,2 Millionen Euro ergebe.

Derzeit werden 1200 Tablets über die MobileIron-Plattform verwaltet

Für den Future-Learning-Projektleiter beim CYP war es wichtig, die Sicherheits- Richtlinien der Ausbildungsstätte möglichst umfassend und granular in der Mobile Device Management-Software abbilden zu können, denn auf den 1200 Tablets, die derzeit über die MobileIron-Plattform gemanagt werden, sowie im CYPnet liegen große Mengen allgemeiner und persönlicher Dokumente und Daten, die geschützt werden müssen. Gespeichert werden die Unterlagen und Informationen in der Re- gel im CYPnet-Dossier, wo sie dem Ausbildungsstand des jeweiligen Studieren- den, einem bestimmten Lernthema und dem dafür geeigneten CYP-Modul zuge- ordnet werden. Auf diese Weise bauen sich die Lernenden ihre eigene lebenslange Wissensdatenbank auf. Sie haben gleichzeitig die Möglichkeit, Dokumente für den CYP-Ausbilder frei zu geben, um zum Beispiel eine Leistung kommentieren zu lassen oder um eine fällige Aufgabe abzuliefern.

Mit den Tablets stehen dem bankfachlichen Lehrinstitut neue Möglichkeiten bei der Gestaltung der Präsenzkurse offen, die sich in erster Linie aus der ständigen mobilen Internetanbindung ergeben. So können die Lernenden beispielsweise die Angebote verschiedener Banken miteinander vergleichen, aktuelle Börsen- und Devisenkurse abfragen oder sich über die Sicherheitsmerkmale von Banknoten informieren.

Verwendung der Tablets nicht auf CYP beschränkt

Den Lernenden ist es frei gestellt, ob sie das Tablet bei der Vor- und Nachberei- tung eines CYP-Moduls einsetzen, im CYP Präsenzkurs ist die Verwendung dage- gen Pflicht, schließlich sollen nicht nur die erweiterten Präsentations- und Operati- onsformen des digitalen Lernens ausgenutzt werden, sondern die Lernenden sol- len auch ganz allgemein im Umgang mit den neuesten elektronischen Medien fit werden. Neben den Fachkompetenzen werden in den CYP-Modulen die Metho- den- und die Sozialkompetenzen gefördert. Das selbstständige und selbst gesteu- erte Lernen sowie die Medienkompetenz werden dabei speziell thematisiert. In das Projekt sind deshalb außer den Technologiepartnern Swisscom und MobileIron sowie dem CYPnet-Betreiber Crealogix auch Begleiter aus Pädagogik und Psycho- logie einbezogen: So übernimmt der Lehrmittelverlag Compendio, Herausgeber  der bisherigen Unterrichtsvorlage Banking Today 2.0, die Produktion der enhanced eBooks, die das Papierheft ersetzen, und das Kompetenzzentrum für Bildungsin- novation des Instituts für Wirtschaftspädagogik (WP-HSG) der Universität St. Gal- len hat die pädagogisch-wissenschaftliche Begleitung des Projekts übernommen.

Mit dem enhanced eBook wird das bisherige Unterrichtsmaterial in Richtung Multi- media erweitert. So sind in den digital aufbereiteten Text beispielsweise Videoele- mente und webbasierte Übungselemente integriert. Und natürlich können sich die Lernenden in dem enhanced eBook Notizen machen und Markierungen anbringen.

„Die ersten Erfahrungen zeigen, dass noch Verbesserungen bezüglich Aufberei- tung und Anwenderfreundlichkeit möglich sind“, sagt Ronny Wallnöfer, aber insgesamt sei man auf dem richtigen Weg.

Die Verwendung des Tablets ist nicht auf die CYP-Module beschränkt. Es kann auch im Unterricht an der Berufsfachschule eingesetzt werden. Neben der App MyCYP sind auch andere kostenlose Apps installiert, die für den Lernenden in seiner täglichen Arbeit in Bank und Schule interessant sind. Dies gilt vor allem für die App Evernote, mit deren Hilfe Notizen auf verschiedenen Computern synchro- nisiert werden können.

„Da diese App aber nicht mit dem Bankenumfeld kompati- bel ist, empfehlen wir den Lernenden, Evernote als Notizblock für die CYP-Module und die Berufsfachschule zu verwenden“, sagt Ronny Wallnöfer. Grundsätzlich seien im CYP-Umfeld alle App-Kategorien erlaubt, so Wallnöfer, verboten seien nur die Kategorien Spiele.

Die App-Vielfalt wird in Zukunft umfangreicher

Die Zahl der Apps, die auf den Android-Tablets verwaltet werden muss, wird in den nächsten Jahren sicher deutlich zunehmen. Mit der MobileIron-Plattform, die sich mittlerweile von einer Plattform für Mobile Device Management zu einer Plattform für Mobile App Management weiterentwickelt hat, wird das CYP immer mit neu- ester mobiler Technologie versorgt sein, mit der sich auch sehr weit in die Zukunft reichende Ideen des Future Learning zuverlässig und sicher umsetzen lassen.

Zentrum für junge Profis
Produkte
Hauptvorteile:
  • 1200 businesstaugliche Samsung Galaxy 10.1 2 Tablets
  • Definition und Kontrolle granularer Sicherheits- Richtlinien
  • Einfache App Discovery und Verteilung durch Apps@Work
  • Remote Wipe: Fernlöschung von Daten bei Tablet-